Minolta MD 50mm-Objektive vs. Zuiko Digital 2/50



Vergleich dreier Minolta MD Standard-Festbrennweiten mit dem Olympus Zuiko Digital 50 F2 Macro

(Olympus E-510, Manualfokus mit Live-View, RAW bei ISO 100, entwickelt mit Silkypix Developer Studio 3.0, Standardeinstellungen außer "a little strong contrast", Schärfe 20/100/100/pure detail, Entrauschung 0/0/2/38/0)

Das Testbild:

Der Ausschnitt zeigt den unteren Teil des linken Baums.


Minolta
MD Rokkor 50mm F1.4

Minolta
MD Rokkor 50mm F1.7

Minolta
MD Macro 50mm F3.5

Olympus Zuiko
Digital 50mm F2 Macro

 1.4 




2
(1.7)


 2.8 


4
(3.5)

 5.6 

8

11

16

22



Das Ergebnis zeigt, wie deutlich aktuelle Neurechnungen wie das 2/50 alten Festbrennweiten überlegen sind. Das Zuiko Digital ist bereits bei Offenblende auf einem Schärfeniveau, das von den beiden lichtstarken Minolta-50ern wenn überhaupt, dann erst bei 8 erreicht wird. Das Minolta-Makro dagegen zeigt abgeblendet eine signifikant höhere Leistung als die beiden lichtstarken Standardobjektive; es ist zwar ganz offen zwar auch noch sehr flau, erreicht dann aber schon bei 5,6 Schärfe und Kontrast des 2/50. Der Vergleich 1,4/50 gegen 1,7/50 geht insgesamt, wenn überhaupt, dann knapp für das 1,4er aus; offen ist dieses zwar noch etwas unschärfer und kontrastärmer als das 1,7er, bei 2,8 liegt es etwas vorn, und ab 8 scheint das 1,4er nochmal einen ganz leichten Vorteil zu haben.

Allenfalls das Thema Bokeh, das ich hier nicht untersucht habe, könnte noch eine objektive Rechtfertigung zur Nutzung einer der lichtstarken Alt-Festbrennweiten liefern. Der augenfällige Kontrastmangel bei Offenblende lässt sich, sofern das konkrete Motiv keine zu üblen Überstrahlungen produziert, durch Nachbearbeitung ja auch noch bis zu einem gewissen Grad in den Griff bekommen.


RS, 24.02.08

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